Behandlung & Medikamente

Ziele der Behandlung sind:

  • Lindern von Schmerzen und Beschwerden
  • Bremsen der Krankheitsaktivität
  • Erhalten von Gelenkfunktionen
  • Verhindern von Gelenkzerstörungen

Medikamente spielen eine sehr große Rolle in der Behandlung des kindlichen Rheumas. Die medikamentöse Behandlung allein genügt aber nicht! Es gehören unbedingt auch andere Therapien zur Behandlung dazu. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe muss für jedes Kind und jeden Jugendlichen ein individueller Therapieplan erstellt werden.

Medikamente

  • = nicht- steroidale Antirheumatika

    Kortisonfreie Entzündungshemmer (z.B. Naproxen, Ibuprofen, Mobec®). Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen.

  • Starke entzündungshemmende Wirkung.
    Bei aktiven Erkrankungsschüben und unterstützend bis z.B. die Basistherapie wirkt.

  • Es gibt sehr unterschiedliche Medikamente mit verschiedenen Wirkungen (z.B. Methotrexat, Sandimmune ®, Arava ® ). Zur Entzündungshemmung, und Unterdrückung von überschießenden Reaktionen des Immunsystems (Immunsuppression). Langsamer Wirkungseintritt (Wochen bis Monate) Immer als Langzeittherapie, meistens über Jahre.

  • = biologische Substanzen

    Neue Medikamente, welche aus natürlichen Eiweißen bestehen. Daher der Name biologische Substanzen (z.B. Enbrel ® , Infliximab ®). Im Körper gibt es Botenstoffe / Zytokine, unter ihnen ein besonderes: Tumornekrosefaktor alpha (TNFα), dieser ist dafür verantwortlich einen Entzündungsprozess in Gang zu setzen, welcher dann wie eine Art Kettenreaktion weiter läuft. Diese Biologicals blockieren TNFα. Diese neuen Medikamente werden erst eingesetzt, wenn die Basistherapien nicht ausreichend wirksam sind.

Begleitende Therapien

    • In Verbindung mit Physikalischer Therapie wie Kälte / Wärme / Massagen.
    • Zur Wiederherstellung / Verbesserung der Funktion von Gelenken, Muskeln und Sehnen. Verhindern von Gelenkdeformitäten/ Versteifung der Gelenke. Übungsprogramme um die Muskelkraft, eine gute Körperhaltung, Ausdauer und allgemeine Fitness zu erhalten oder wiederzuerlangen.
  • Wiederherstellung / Verbesserung der täglichen Aktivitäten wie Spielen, Schule, Freizeit etc. Hilfsmittelversorgung z.B. Handschienenversorgung, sogenannte funktionelle Therapie, Gelenkschutztraining.

  • Hier kann man viel über die Krankheit erfahren. Was heißt Rheuma? Wie wirken die Medikamente? Was kann ich noch alles für mein Kind tun?

  • Wie gehen andere Eltern / Kinder damit um ? Gedanken- und Erfahrungsaustausch sind sehr wichtig. Auch Spaß untereinander sollte nicht zu kurz kommen.

Angela Wierk (August 2002)